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Fast 100 Bürger bei der Enthüllung des August-Bebel-Denkmals in Beucha

IZoeeqm-pFu_GFItlaUEhugAjfPLFZ7Y_6LBIzV3hts,68juLtdFnPeWWNNsmjPqZyfTWzUjShS1NKMIooev-s4Überraschend viele Bürgerinnen und Bürger ließen es sich nicht nehmen, anlässlich des 100-sten Todestages von August Bebel, der Wiedereinweihung des August-Bebel-Denkmales beizuwohnen. Der Gedenkstein, welcher der Beuchaer Schule am 29.10.1977 zur Namensgebung der Schule vom damaligen Betrieb Kies- und Natursteine Beucha geschenkt, vom Beuchaer Steinmetz Conny Wolf geschaffen und nach der Wende für viele Jahre im Bauhof eingelagert wurde, hat nun am Parkplatz der August-Bebel-Straße einen neuen würdigen Platz gefunden.

Denkmal

In seiner Ansprache brachte Bürgermeister Arno Jesse deutlich zum Ausdruck, dass er sich als Sozialdemokrat ganz besonders freut, dass sein erster öffentlicher Auftritt als neuer Bürgermeister gerade diesem Ereignis gewidmet ist. Er betonte nicht nur die historische Bedeutung von August Bebel sondern verwies ganz besonders auf Themen, die damals wie heute ihre Aktualität haben: Wertschätzung von Arbeit, gerechte Verteilung von Gütern, Emanzipation und Selbstbestimmung.

Brandis verbindet mit August Bebel eine besondere Beziehung, er kannte die Bedingungen hier. Er lebte seit 1860 in Leipzig, wurde in den 70ger Jahren für mehr als 2 Jahre inhaftiert und 1881 wegen seiner politischen Tätigkeit aus Leipzig ausgewiesen. Er fand dann heimlichen Unterschlupf bei Wilhelm Liebknecht in Borsdorf und traf sich mit Freunden und politischen Weggefährten nicht weit von hier im Gasthof Wolfshain. Am Kohlenberg z.B. fand eine illegale Zusammenkunft mit 350 Teilnehmern statt, wo er über die wirtschaftliche und politische Krise des Deutschen Reiches sprach. Doch auch mit seiner Familie war er öfter hier in unserer Gegend: mit Frau, Sohn und Tochter ging er hier wandern.